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Jenseits der Worte: Kommunikation durch minimale Signale und Körpersprache (Basis-Modul)

20. June22. June

Ort: Wuppertal

Jenseits der Worte: Kommunikation durch minimale Signale und Körpersprache (Basis-Modul)

Begleitung von Menschen im Koma, Wachkoma (UWS), mit Demenz, mit neurologischen Erkrankungen und im Sterbeprozess.

In Hospizen, Pflegeheimen, Wachkoma- und Intensivstationen leben Menschen in existentiellen Grenzsituationen. Als Angehörige und oftmals auch als professionelle Helfer fühlen wir uns in diesen Situationen unsicher, ängstlich, hilflos und voller Sorge. Wir erleben, wie Menschen in einem Zustand „verschwinden“ und wissen nicht, wie wir sie erreichen oder gar unterstützen sollen.

Wenn die „normalen Kommunikationskanäle“ nicht zur Verfügung stehen, dann gilt es neue Formen der Kommunikation zu entdecken, die uns helfen, eine Brücke zwischen uns auf der einen Seite und der inneren Reise eines Menschen auf der anderen Seite zu schlagen. Denn nur weil Menschen „verstummen“, bedeutet das nicht, dass sie ohne Bewusstsein sind oder dass wir uns nicht auf sie beziehen und mit ihnen in Kontakt sein können. De facto erleben Patienten in solchen Situationen oftmals tiefe innere existenzielle Erfahrungen und benötigen Kontakt und Unterstützung.

“Folge den Menschen dorthin, wo sie sich befinden – ihre Körper und ihre Seelen werden dir sagen, was du tun musst” (A. Mindell)

Durch „Prozessorientierte Komaarbeit“, ein Anwendungsfeld der Prozessarbeit nach Arnold und Amy Mindell, können wir eine aktive Beziehung zu Menschen in veränderten und zurückgezogenen Bewusstseinszuständen gestalten, wie sie im Koma, Wachkoma, bei fortgeschrittener Demenz, nach Schlaganfall oder im Sterbeprozess auftauchen.

Prozessarbeit betrachtet die Patienten nicht nur aus pathologischer und medizinischer Perspektive, sondern geht davon aus, dass Menschen unabhängig von ihrem physischen oder psychischen Zustand, voller Erfahrungen sind und ebenso viel einfühlsame Aufmerksamkeit benötigen, wie wir alle. Die Begleitung konzentriert sich nicht darauf, Patienten aus dem Zustand herauszuholen, sondern mit ihnen innerhalb ihrer Möglichkeiten zu kommunizieren und ihnen ein liebevolles Gefühl der Gemeinschaft und Beziehung zu vermitteln.

Lerninhalte

•  Prozessarbeit: grundlegende theoretische KonzepteJenseits der Worte: Kommunikation durch minimale Signale und Körpersprache (Basis-Modul)

•  Non-verbale Kommunikation, Körpersprache: minimale Signale erkennen

•  Achtsamkeit: Wahrnehmen von Feedback und den Reaktionen des Anderen auf das, was Sie tun

•  Parallele Welten: Alltagsrealität, Traumebene und Essenz-Ebene

•  Ressourcen und Haltungen: Reflexion eigener Haltungen gegenüber dem Leben und Sterben

Im Basis-Modul lernen Sie Ihre Beobachtung für nonverbale Lebensäußerungen, wie z.B. die Veränderung des Atemrhythmus, Gesten und kleinste Bewegungen zu schulen. Sie lernen Ihre Kommunikations- und Beziehungskompetenzen über das Alltägliche hinaus zu erweitern, um Menschen in diesen scheinbar unerreichbaren Bewusstseinszuständen zu helfen, ihren inneren Erfahrungen zu folgen. Innerhalb vieler praktischer Übungen lernen Sie durch Töne, Atmung, Berührung und Mitfühlen zu kommunizieren.

Nutzen Sie den Raum im Seminar, um mit diesen neuen Kommunikationsformen zu experimentieren, eigene Reaktionen und Grenzen zu erforschen und lassen Sie sich durch Ihre Neugier inspirieren.

Für wen?

Menschen, die in medizinischen und psychosozialen Berufsfeldern tätig oder in Ausbildung sind, einschließlich Klinikseelsorge, Palliative Care, Hospizarbeit und Altenpflege und alle Interessierte, die Ihre Kommunikations- und Beziehungskompetenzen erweitern möchten.
Die Theorieeinheiten und Übungen werden für internationale TeilnehmerInnen bei Bedarf ins Englische übersetzt.

Sie wollen mehr?

Informieren Sie sich hier über unsere Intensiv-Fortbildung in prozessorientierter Komaarbeit.

Die Intensiv-Fortbildung umfasst folgende Leistungen:

•   Teilnahme am Basis-Modul und den Aufbau-Modulen I und II

•   zwei 1,5 stündige Online-Unterrichtseinheiten zwischen den Modulen zur Unterstützung des Praxistransfers

•   detailliertes Unterrichtsmaterial mit vielen Anleitungen für die Praxis und diversen Übungen

•   Das Buch: „Koma - Ein Weg der Liebe“ von Amy Mindell1  mit vielen Fallbeispielen und praktischen Übungsanleitungen

•   die Erstellung von zwei kurzen Falldokumentationen nach einfacher Anleitung

•   ausführliches individuelles Feedback zu den Falldokumentationen

•   die Möglichkeit zur persönlichen Unterstützung und Fallsupervision2

•   Teilnahmezertifikat vom Institut für Prozessarbeit Deutschland nach erfolgreichem Abschluss

•   72 Unterrrichtseinheiten

Bei Buchung der Intensiv-Weiterbildung bis zum 1. Mai 2019 erhalten Sie einen reduzierten Preis von 1270 €

1 Bei Buchung der Intensiv-Fortbildung bis zum 1.5.2019
2 Fallsupervision ist eine zusätzliche Leistung, die mit 100 € pro 50 Min berechnet wird.

 

Kursleitung: Peter Ammann, Diplom Psychologe mit Schwerpunkt Neuropsychologie

Kosten: 410 €, bei Anmeldung und Überweisung der Kursgebühr bis 25.04.2019 nur 380 €

Termin: 20.-22. Juni 2019

Seminarzeiten: Donnerstag und Freitag: 10:00-13:15 und 14:45-18:00, Samstag: 10:00-13:00 und 14:00-16:00 Uhr

Anmeldung

Venue

Institut für Prozessarbeit Deutschland Seminarraum Wuppertal
Friedrich-Ebert-Str. 55
Wuppertal, Nordrhein-Westfalen 42103 Deutschland
+ Google Map
Phone:
4920242969700

 

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