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Kollektive Einflüsse auf unsere Selbstwahrnehmung

2. December4. December

Ort: Bonn

Diversität

Prozessarbeit nach Arnold Mindell im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft

Erkrankungen, körperliches Wohlbefinden und unsere Selbstwahrnehmung sind weit weniger rein privater Natur, als wir denken. Soziale und kulturelle Normen und Überzeugungen definieren, wann Menschen als gesund und wann sie als krank eingestuft werden. Sie beeinflussen aber auch unser Erleben und wie wir uns selbst wahrnehmen und „beurteilen“.

Die Gesundheitspsychologie beschäftigt sich mit sozialen und strukturellen Faktoren und Persönlichkeitsmerkmalen, welche die körperliche und seelische Gesundheit beeinflussen. Sie beschreibt, wie Umweltfaktoren (z.B. sozialer Rückhalt), persönliche Überzeugungen und ein bestimmtes Verhalten (z.B. Sport fördert die Gesundheit) zu einem gewünschten Ergebnis führt (z.B. körperliche Fitness). Aber was, wenn nicht?

Prozessarbeit berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft und erkennt:

Die Welt ist in uns – und wir sind ein Teil der Welt!

Erkrankungen und Probleme Einzelner sind auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Dynamiken von Ausgrenzung (Marginalisierung).

Köpersymptome, psychische Erkrankungen und andere Schwierigkeiten einzelner Menschen oder Gruppen können rückwirkend hilfreiche Botschaften für uns als Gesellschaft beinhalten. Wenn wir das Potential, dass z.B. in einer Erkrankung oder Ausgrenzungserfahrung verborgen ist, „entschlüsseln“, dann können wir von dort aus zu einem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel beitragen.

Prozessarbeit ist ein mehrdimensionales und systemisches Modell, dass einen Bogen von individueller Bewusstseinspraxis über Beziehungsarbeit und Konfliktlösung bis hin zu kollektiven Veränderungsprozessen spannt. Sie erweitert hierdurch unser Verständnis von Psychosomatik, Gesundheitspsychologie und sozial-politischem Engagement grundlegend und nutzt die Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Perspektiven für den individuellen und kollektiven Wandel.

Inhalte und Ziele

Im Kontext von Beratung, Coaching, Therapie und der Begleitung von Menschen erleben wir immer wieder Situationen, in denen sich der erhoffte Erfolg für die Betroffenen nicht einstellt. Die Reflexion systemischer Zusammenhänge und das Einbeziehen gesellschaftlicher Wirkfaktoren – z.B. wer wir sein sollen und wie wir leben sollen! – kann für den individuellen Wachstumsprozess eine entscheidende Rolle spielen.

Wir erkennen, wie gesellschaftliche und historische Faktoren und der unbewusster Gebrauch von Privilegien, Macht und Rang zu Ausgrenzung und verinnerlichter Unterdrückung führen und so Einfluss auf unsere Selbstwahrnehmung haben.

Wir entdecken, wie Diversität (innere und äußere Vielfalt) unser Zusammenleben bereichert und unser Wohlbefinden fördern kann.

Die theoretischen Grundlagen werden anhand von Kurzvorträgen und vielen praktischen Übungen erarbeitet.

Für wen?

Diese Fortbildung richtet sich an alle Menschen, Berater*innen, Therapeut*innen, Coaches und Teamleiter*innen, die verschiedene „Welten“ und Perspektiven zusammenbringen wollen, die persönliches Wachstum und professionelles Handeln als unabdingbar miteinander verbunden sehen und die einen bedeutsamen Beitrag in der Welt beisteuern möchten.

Wir arbeiten gerne mit Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern und mit unterschiedlicher Herkunft. Diese Ausrichtung gibt Ihnen die Möglichkeit, von den Erfahrungen der Anderen zu profitieren und den prozessorientierten Ansatz von Diversität innerhalb der Gruppe kennenzulernen.


Kursleitung: Kirsten Wassermann und Eva Karia

Kosten: 450 € (umsatzsteuerbefreit) bei Buchung und Zahlung der Gebühr bis zum 14.10.2022, danach 495 €.

Preise für Firmenkunden auf Anfrage.

Für unsere Veranstaltungen bieten wir eine begrenzte Anzahl von Plätzen mit reduzierter Gebühr nach Absprache an. Sie können den ermäßigten Preis beantragen, wenn Sie einer sozial-ökonomisch benachteiligten Gruppe angehören und die Fortbildung privat buchen. Bitte sprechen Sie uns an.

Termin: 2.-4. Dezember 2022

Zeiten: Freitag 10:00-18:00, Samstag 9:30-18:00 und Sonntag 9:30-13:30 Uhr

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Sie möchten gerne an dieser Veranstaltung teilnehmen?

Organizer

Institut für Prozessarbeit Deutschland
Phone:
+49 (0)228 – 24067421

Venue

Bonn Eutopia
Thomas-Mann-Str. 36
Bonn, Deutschland
+ Google Map
Phone:
+49 (0) 228 240 674 21