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Trauma in der Familie und Gesellschaft – Einführung in prozessorientierte Traumaarbeit

17. February19. February

Ort: Online

kollektives trauma und transgenerationales Trauma

Jeder von uns lebt in einer Welt, die von Traumata geprägt ist.

Kriege und der Holocaust, Umweltkatastrophen und Pandemien prägen uns über Generationen viel nachhaltiger, als uns bewusst ist. Diese ungelösten kollektiven (gesellschaftlichen) und trans-generationalen (familiären) Traumata beeinträchtigen nachhaltig unsere Gefühle, unsere Einstellung und unseren Körper.

Wie können wir in der Zusammenarbeit mit Menschen kollektives und transgenerationales Trauma aufspüren und damit umgehen?
Wie können wir mit den Mechanismen den Auswirkungen von Trauma und verinnerlichter Unterdrückung arbeiten?

In der Therapie, im Coaching oder der Beratung finden diese Themen oftmals wenig Aufmerksamkeit. Wir betrachten unser Gegenüber als Individuum und vergessen möglicherweise, dass dieser Mensch sich in einem kulturellen und familiären Umfeld bewegt – eine Geschichte mitbringt, die weit über die individuelle Erfahrung hinausgeht.

Das Schlimmste ist das Schweigen!

Tiefliegende kollektive und transgenerationale Traumata, die nicht angesprochen werden, wirken weiter. Sie prägen unsere Persönlichkeit und Beziehungen – wie wir uns und einander wahrnehmen.

Manchmal bemerken wir in der Zusammenarbeit, beim Moderieren einer Gruppe oder im Einzelsetting Momente, in denen wir dazu neigen, zu erstarren, auf irgendetwas zu reagieren und unser Bewusstsein zu verlieren. Wir konzentrieren uns auf den anderen, ohne zu bemerken, dass wir „in der gleichen Suppe schwimmen“. Das sind schwierige Momente und zum Schutz tendieren wir dazu, sie möglichst zu ignorieren oder ihnen zu entkommen.

Kollektive und familiäre Wunden heilen

Prozessarbeit kann uns helfen, die Mechanismen kollektiven Traumas und innerer Unterdrückung besser zu verstehen.  

Es geht darum, uns für die nicht verheilten Wunden in uns und im Anderen zu interessieren und sie bewusst aufzugreifen, indem wir lernen, unseren Körpererfahrungen zu folgen und unsere Sensibilität zu nutzen. Denn Momente, in denen traumatische Erfahrungen und verinnerlichte Unterdrückung näher an die Oberfläche kommen können, sind eine Chance für Transformation, persönliches Wachstum und Begegnung.

Inhalte der Fortbildung

In dieser Online Fortbildung wollen wir die Dynamiken von kollektivem und transgenerationalem Trauma beleuchten und den Mechanismus verinnerlichter Unterdrückung erforschen.

 Wir fokussieren darauf, was es bedeutet, mit Menschen an diesen Themen zu arbeiten und wie wir selbst besser und sensibler damit umgehen können.
+   Wir lernen mehr darüber, wann und wie wir getriggert werden, welche Auslöser uns blockieren können und wie wir unsere Sensibilität nutzen können, um uns und unser Gegenüber zu unterstützen.

+   Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit steht dabei zu erkennen, dass es weniger um die Geschichte des anderen, sondern um UNSERE Geschichte geht, in der wir miteinander verbunden sind.

+   Wir erforschen unsere Einstellungen und Gefühls-Haltungen (Metaskills), die unser Handeln bestimmen. Und wir lernen, was es bedeutet, unsere eigenen Erfahrungen anzunehmen und mehr „ich-selbst-zu-sein“, wenn wir anderen Menschen begegnen.

Die Grundlagen werden anhand von Kurzvorträgen und praktischen Übungen erarbeitet.

Für wen?

Menschen, die mit Menschen arbeiten und neben einem individuellen Zugang mehr darüber erfahren möchten, wie historische und gesellschaftliche Ereignisse die Wahrnehmung von uns selbst und anderen beeinflussen und, wie wir neue und heilende Erfahrungen machen können.

Kursleitung: Kirsten Wassermann und Michal Wertheimer

Uns verbindet eine tiefe Freundschaft, die auch auf der gemeinsamen Arbeit an der jüdisch/israelisch-deutschen Geschichte beruht.
In einer „experimentellen“ Veranstaltung (2017, Worldwork Griechenland) zum Thema:
The enemy within us – exploring and transforming trauma and inner oppression through relationship“
haben wir mit einer internationalen Gruppe kollektives und transgenerationales Trauma und die draus resultierende innere Unterdrückung und ihre Auswirkungen auf Beziehungsdynamiken zum Thema gemacht. Als Beispiel haben wir unsere komplexe Verbindung genutzt, um zu demonstrieren, wie die tiefen Narben unserer familiären Erfahrungen und der Geschichte uns auch heute noch beeinflussen und geheilt werden können.

Termin: 17.-19. Februar 2023 – online

Zeiten: Freitag 17:30-19:00, Samstag und Sonntag 09:30 – 13:00

Kosten: 225 € (umsatzsteuerbefreit)

Preise für Firmenkunden auf Anfrage.
Für unsere Veranstaltungen bieten wir eine begrenzte Anzahl von Plätzen mit reduzierter Gebühr nach Absprache an. Sie können den ermäßigten Preis beantragen, wenn Sie einer sozial-ökonomisch benachteiligten Gruppe angehören und die Fortbildung privat buchen. Bitte sprechen Sie uns an.

Sie möchten gerne an dieser Veranstaltung teilnehmen oder haben Fragen?







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    Transgenerationales Trauma bezeichnet die Übertragung von Erfahrungen von einer Generation auf die nächste Generation und über mehrere Generationen hinweg. Unverarbeitete Traumata können in unterschiedlicher Weise und Ausprägung mit verschiedenen Auswirkungen an die Nachkommen weitergegeben werden.

    Organizer

    Institut für Prozessarbeit Deutschland
    Phone:
    +49 (0)228 – 24067421

    Venue

    Online
    Institut für Prozessarbeit Deutschland
    Online,
    + Google Map
    Phone:
    +49 (0) 228 240 674 21