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Teams und Gruppen kollegial “moderieren” – der Participant Facilitator

14. June18. June

Ort: Nettetal

Gruppe von Studenten

Verbessern Sie Ihre Leadership Kompetenzen mit Methoden der Prozessarbeit  innerhalb von Teams, Gruppen, Organisationen, Gemeinschaften und selbst am Küchentisch, ohne die direkte Führung zu übernehmen.

Für das Aushandeln tragfähiger Formen der Zusammenarbeit ist partizipative Facilitation eine zentrale Methode und Haltung. Als Teammitglied bringt ein* Participant Facilitator seine/ihre Leadership Kompetenzen durch die Wertschätzung aller Sichtweisen, Erfahrungen und Kompetenzen ein. Er oder sie und ist daran interessiert, die unterschiedlichsten Interessen im Team aufzugreifen, um kreative und tragfähige Lösungen entstehen zu lassen. Dabei werden neben objektiven Fakten auch subjektive Erfahrungen und die Atmosphäre in der Gruppe miteinbezogen – Prinzip von Deep Democracy/ tiefe Demokratie.

Führungskompetenz wird vor diesem Hintergrund neu definiert: Viele Unternehmen, Gemeinschaften, aber auch Selbständige sind mehr und mehr netzwerkartig strukturiert und sind herausgefordert, über Bereichsgrenzen und Hierarchiestufen hinweg zu kooperieren und übergeordnete Ziele umzusetzen. Anweisungen und Machtausübung „von oben“ wirken eher als Erfolgsbremse. Teammitglieder und Mitarbeiter*innen fühlen sich oft in einer Sandwichposition gefangen. Sie wissen nicht, wie sie ihre Kompetenzen und Leadership-Qualitäten hilfreich einbringen können, ohne zu dominieren.

Leadership-Kompetenz der Zukunft

Partizipative Facilitation ist eine anspruchsvolle Aufgabe und erfordert neben der Entwicklung von Achtsamkeit (Mindfulness) die Fähigkeit, sich selbst und die Teamdynamik zu reflektieren. Es geht auch darum, Rangdynamiken und Spannungen zwischen verschiedenen Rollen und inneren Anteilen zu facilitieren (erleichtern). Denn die beteiligten Personen haben z.B. aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen und Positionen im Unternehmen, in einer Gruppe oder in einer Gemeinschaft häufig divergierende Interessen und unterschiedliche Einflussmöglichkeiten.

Ohne disziplinarische Weisungsbefugnis tritt dabei die persönliche Interaktion, die Beachtung von Feedback in der verbalen und nonverbalen Kommunikation und das Erkennen von Konfliktdynamiken in den Vordergrund.

Erlernen Sie die wesentlichen Methoden partizipativer Facilitation und reflektieren Sie sensibel Ihr Umfeld und die Wirkungsweise Ihres Handelns, um Ihre persönlichen Führungsqualitäten und Leadership-Kompetenzen auszubauen.

Inhalte der Fortbildung

Das 5-tägige Kompakt-Seminar eröffnet einen Einblick in vielfältige Methoden der Prozessarbeit nach Arnold Mindell. Sie lernen, Ihre Rolle als Participant Facilitator und ihre persönlichen Führungsqualitäten innerhalb von Teams, Gruppen und Organisationen konstruktiv zu nutzen, ohne eine offizielle Führungsposition innezuhaben.

+   Wie kann ich meine Rolle als Participant Facilitator in anspruchsvollen Beziehungs- und Gruppensituationen aktiv gestalten?
+   Wie gehe ich mit divergierenden Interessen und Perspektiven um?
+   Wie führe ich sozusagen von der Seite und kooperiere mit den Vorgesetzten (laterale Führung)?
+   Die Schulung von Achtsamkeit und der eigenen Wahrnehmung in allen Sinneskanälen
+   Verbales und nonverbales Feedback geben und nehmen (Feedbackschleifen)
+   Wie kann ich mich konstruktiv in Konfliktsituationen einbringen und Störfaktoren als Wachstumspotential aufgreifen?

Lernziele

Sie lernen – unabhängig von disziplinarischen Mach(t)-Möglichkeiten und Rangstrukturen – Werkzeuge kennen, die Sie befähigen, Ihre Leadership-Qualitäten in Beziehungs- und Gruppendynamiken von der Seite, partizipativ zu facilitieren.

Sie erwerben Kompetenzen, um mit herausfordernden Situationen innerhalb von Gruppen und Organisationen umzugehen, anstatt zu reagieren, sich anzupassen oder zu dominieren.

Die Kraft und Bedeutung von Körperwahrnehmungen und Gefühlen werden dabei ebenso vermittelt, wie der bewusste Umgang mit verbaler und nonverbaler Kommunikation und konstruktivem Feedback.

Sie entwickeln die Fähigkeit, persönliche Erfahrungen, Verhaltensmuster, Glaubenssätze und Konfliktauslöser zu erkennen und zu reflektieren. Dabei wird auch Ihre bewusste Wahrnehmung von atmosphärischen Störungen, Spannungen und Konfliktpotentialen im Team, in Gruppen und Meetings geschult, so dass Sie Entwicklungsprozesse aktiv mitgestalten können.

Methoden 

Jede Einheit beginnt mit einer kurzen und praxisnahen Theorieeinführung. Da wir alle unterschiedlich lernen, experimentieren wir mit verschiedenen Methoden, das Gelernte in die Praxis umzusetzen: Live-Demonstrationen, Gruppendiskussionen, Partner- bzw. Kleingruppenübungen und geführte Imaginationen, die sich an Ihren individuellen Herausforderungen und Themen orientieren.

Für den Praxistransfer, arbeiten Sie im Verlauf der Fortbildung an einer konkreten Arbeitssituation oder einem aktuellen Projekt mithilfe eines Manuals. Dies untersützt Ihre Reflexion und gibt Ihnen Handlungsmöglichkeiten für die konkrete Situation.

erhalten Sie ein Manual, in Ihr

Der Erfahrungsaustausch und das Feedback in der Gruppe geben Ihnen wertvolle Tipps für die Praxis.

Zielgruppe

Wir laden alle Interessierten ein, die auf Augenhöhe mit Kolleg*innen, Teammitgliedern und Führungskräften zusammenarbeiten (möchten) und sich dabei nicht nur der hierarchischen Machtstruktur anpassen, sondern fundierte Kenntnisse über die Dynamik von Systemen und wirksame Kommunikation erlernen wollen.

Dieses Seminar ist auch Teil der Jahres-Weiterbildung in Prozessarbeit, die im April mit dem ersten Modul startet.

Kursleitung: Kirsten Wassermann, Michal Wertheimer, Peter Ammann, Talasi Zubler

Kosten: 770 €1  (umsatzsteuerbefreit)

Wir können einige Plätze zum reduzierten Preis von 670 € für die Fortbildung zur Verfügung stellen. Die Vergabe erfolgt nach Bedürftigkeit. Bitte bei Anmeldung angeben.

Für unsere Teilnehmer*innen am Basis-Lehrgang und der Jahres-Weiterbildung sind die Seminargebühren bereits enthalten. Bitte die Übernachtung nach Anmeldung inklusive 19. und 20.6. (Supervision und Praxistag) über den Link buchen, den wir in einer separaten E-mail schicken.

Dieser Preis gilt für Privatzahler*innen. Prüfen Sie auch Ihre Möglichkeiten zur Beantragung von Fördermitteln oder Zuschüssen durch Ihren Arbeitgeber. Preise für Firmenkunden auf Anfrage.

Veranstaltungsort:
Leider mussten wir den Veranstaltungsort verlegen. Das Seminar findet jetzt in der Leuther Mühle statt.
Das Seminarhaus bietet sehr schöne Räume in unterschiedlichen Preiskategorien und auch die Möglichkeit mit Zelt bzw. Wohnmobil zu übernachten. Sie erhalten nach Anmeldung einen speziellen Buchungslink per E-mail.

Die Leuther Mühle ist ein Seminarhaus mit einer besonderen Kombination aus historischem und modernem Ambiente mitten im Grünen und wird uns mit frischen, vegetarischen Mahlzeiten aus der Region versorgen. Die wundervolle Umgebung bietet die Möglichkeit auch draußen zu arbeiten und die Pausen in der Natur zu nutzen. Zudem haben wir durch den gemeinsamen Aufenthalt, die Möglichkeit, uns alle besser kennenzulernen und auch, wer möchte, an den Abenden zusammen zu kommen.

Übernachtung inklusive köstlicher vegetarischer Vollpension pro Person und Tag:

Vierbettzimmer   73,00 Euro
Dreibettzimmer   78,00 Euro
Zweibettzimmer  93,00 Euro
Einzelzimmer    132,00 Euro
Auf Anfrage Übernachtung im Zelt mit Vollpension 53,00 Euro und Übernachtung im Wohnmobil 58,00 Euro

Am ersten Tag benötigen wir zusätzlich ein Mittagessen. Die Gesamtkosten für Unterkunft und Verpflegung bewegen sich je nach Zimmerbuchung zwischen 283 und 678 €.

Termin: 14.-18. Juni 2022

Zeiten:
Dienstag: 11:00-18:00 Uhr
Mittwoch bis Freitag: 10:00-18:00 Uhr
Samstag: 10:00-16:00 Uhr

Sie möchten gerne an dieser Veranstaltung teilnehmen oder haben Fragen?

Organizer

Institut für Prozessarbeit Deutschland
Phone:
+49 (0)228 – 24067421

Venue

Leuther Mühle
Hinsbecker Str. 34
Nettetal, 41334 Deutschland
+ Google Map
Website:
https://leuther-muehle.de/#haus