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Sucht und Suchttendenzen

18. March20. March

Ort: Online

Ein prozessorientierter Zugang zur Arbeit mit Suchtmustern.

Jan braucht sein tägliches Glas Wein, um nach dem Stress auf der Arbeit runterzukommen. Susi kauft wahllos Kleidung, wenn sie Sorgen hat. Bettina schaut minütlich auf ihr Handy und ist ständig auf den sozialen Medien unterwegs. Sascha raucht eine Schachtel Zigaretten am Tag, zum Konzentrieren oder Entspannen. Martina verbringt ihre Nächte mit Computerspielen, mit Freunden treffen ist ja nicht. Und Felix entspannt vor dem Fernseher mit einer oder auch zwei Tafeln Schokolade.

Wer kennt nicht die eine oder andere Szene? – Nur noch heute, dann höre ich auf …

Viele von uns wissen, wie schwer es ist, Suchttendenzen zu bekämpfen und wie daraus Süchte werden können. In dieser Online Fortbildung wollen wir die Träume und die Kraft hinter jeder Art von Suchtneigung erforschen und der Selbstfürsorge eine Priorität einrichten.

Dabei kann eine Sucht oder Suchtneigung alles sein, was uns zu einem bestimmten Verhalten drängt, um (vorübergehende) Erleichterung oder Entspannung zu schaffen oder uns einen Schub oder den „richtigen Kick“ gibt. Wir alle haben unterschiedliche Muster, das unbezwingbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand zu stillen. Manchmal fühlen wir uns in einem Kreislauf gefangen: „Bedürfnis“ bekämpfen, nachgeben, sich selbst kritisieren oder kritisiert werden, sich unter Druck setzen und dann wieder nachgeben …

Suchtendenzen und Süchte weisen auf fehlende Aspekte unserer Ganzheit hin, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen können. Oftmals stehen diese Erfahrungen auch mit Erlebniszuständen in Verbindung, die in unserem sozialen Kontext ausgegrenzt werden. Wir erleben in solchen Moment eine Sehnsucht nach einem Zustand jenseits unserer Identität, über den wir keine Kontrolle haben und der auf unbewusste Weise dringend benötigt wird.

Sie suchen einen neuen Weg, das Geschehen zu verstehen und zu verändern?
Und Sie möchten besser verstehen, wie Sie Suchtendenzen und Süchte im Rahmen von Beratung, Coaching
und der Zusammenarbeit mit Menschen ansprechen und miteinbeziehen können?

Auf dem Hintergrund unserer persönlichen Forschung und Berufserfahrung mit Klient*innen im Gesundheitswesen, möchten wir einen prozess- und ressourcenorientierten Zugang zu Suchtmustern eröffnen, der weniger pathologisch und normorientiert, aber kreativ ist. Wir zielen nicht darauf ab, das Suchtverhalten nur zu stoppen oder zu unterdrücken. Uns interessiert die Sehnsucht dahinter, der Erlebniszustand, den wir (unbewusst) zu erreichen versuchen. Denn Bewusstsein für Suchttendenzen und Süchte zu entwickeln kann transformativ sein und unterstützt uns dabei, unser Leben vollständiger zu leben.

Lerninhalte der Fortbildung

Mit Methoden der Prozessarbeit werden wir neue Perspektiven und Möglichkeiten erkunden, um mit Sucht (-tendenzen) umzugehen und das zugrunde liegende Träumen zu finden: Das, wonach wir uns wirklich sehnen. Sie lernen Werkzeuge für Ihren Alltag und für die Zusammenarbeit mit anderen Menschen kennen.

+   Diagnose Sucht im Vergleich zu einer prozessorientierten Einordnung und Herangehensweise
+   Wie funktionieren Süchte? Definition und Dynamik
+   Sucht, veränderte Bewusstseinszustände und Schamanismus
+   Der peinliche Aspekt von Gier und Verlangen
+   Kreatives Arbeiten mit inneren und äußeren Kritikern
+   Individuelle und soziale Dimensionen von Suchtprozessen
+   Selbstfürsorge und Achtsamkeit
+   Sucht als Wegweiser zu unserer Ganzheit – eine ressourcenorientierte Perspektive

Für wen?

Die Fortbildung eignet sich für alle, die mit Menschen (zusammen)-arbeiten und daran interessiert sind, Süchte und Suchtendenzen zu erforschen und in ihrem Berufskontext anzuwenden.

Hinweis: Auch wenn wir in dieser Fortbildung eigene Suchttendenzen und Erfahrungen miteinbeziehen und die persönliche Auseinandersetzung mit diesen Themen als essentiell einschätzen, ersetzt die Teilnahme keine ärztliche Behandlung oder Therapie. Falls Sie unsicher sind, ob Ihre aktuelle Situation mit der Fortbildung zusammenpasst, bieten wir Ihnen gerne vorab ein kurzes Gespräch an.


Kursleitung: Kirsten Wassermann und Talasi Zubler, Diplom Psychologinnen

Kosten: 360 € (umsatzsteuerbefreit) bei Buchung und Zahlung der Gebühr bis zum 1. Februar 2022, danach 380 €.

Preise für Firmenkunden auf Anfrage.

Für Teilnehmer*innen der Jahres-Weiterbildung Prozessarbeit oder des Basis-Lehrgangs: 325 €

Für unsere Veranstaltungen bieten wir eine begrenzte Anzahl von Plätzen mit reduzierter Gebühr nach Absprache an. Sie können den ermäßigten Preis beantragen, wenn Sie einer sozial-ökonomisch benachteiligten Gruppe angehören und die Fortbildung privat buchen. Bitte sprechen Sie uns an.

Termin: 18.-20. März 2022

Zeiten: Freitag 17:30-19:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10-18 Uhr
.

Sie möchten gerne an dieser Veranstaltung teilnehmen?

Venue

Online
Institut für Prozessarbeit Deutschland
Online,
Phone:
+49 (0) 228 240 674 21

Organizer

Institut für Prozessarbeit Deutschland
Phone:
+49 (0)228 – 24067421