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Kollektive Einflüsse auf unserer körperliches Wohlbefinden

27. November 2020, 10:0029. November 2020, 16:00

Ort: Wuppertal

Kollektive Einflüsse auf unserer körperliches Wohlbefinden

Prozessarbeit nach Arnold Mindell im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft

Erkrankungen und körperliches Wohlbefinden sind weit weniger rein privater Natur, als wir denken. Soziale und kulturelle Normen und Überzeugungen definieren, wann Menschen als gesund und wann sie als krank eingestuft werden. Sie beeinflussen aber auch unser Erleben und wie wir uns selbst wahrnehmen und „beurteilen“.

Die Gesundheitspsychologie beschäftigt sich mit sozialen und strukturellen Faktoren und Persönlichkeitsmerkmalen, welche die körperliche und seelische Gesundheit beeinflussen. Sie beschreibt, wie Umweltfaktoren (z.B. sozialer Rückhalt), persönliche Überzeugungen und ein bestimmtes Verhalten (z.B. Sport fördert die Gesundheit) zu einem gewünschten Ergebnis führt (z.B. körperliche Fitness). Aber was, wenn nicht?

Prozessarbeit berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft:
1. Erkrankungen und Probleme Einzelner sind auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Dynamiken von Ausgrenzung (Marginalisierung).
2. Köpersymptome, psychische Erkrankungen und andere Schwierigkeiten einzelner Menschen oder Gruppen können rückwirkend hilfreiche Botschaften für uns als Gesellschaft beinhalten. Wenn wir das Potential, dass z.B. in einer Erkrankung verborgen ist, „entschlüsseln“, dann können wir von dort aus zu einem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel beitragen.

Die Welt ist in uns – und wir sind ein Teil der Welt!

Prozessarbeit nach Arnold Mindell ist ein mehrdimensionales und systemisches Modell, das einen Bogen von individueller Bewusstseinspraxis über Beziehungsarbeit und Konfliktlösung bis hin zu kollektiven Veränderungsprozessen spannt. Prozessarbeit erweitert unser Verständnis von Psychosomatik, Gesundheitspsychologie und sozial-politischem Engagement grundlegend und nutzt die Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Perspektiven für den individuellen und kollektiven Wandel.

Inhalte und Ziele

+   Im Kontext von Beratung, Coaching, Therapie und der Begleitung von Menschen erleben wir immer wieder Situationen, in denen sich der erhoffte Erfolg für die Betroffenen nicht einstellt. Die Reflexion systemischer Zusammenhänge und das Einbeziehen gesellschaftlicher Wirkfaktoren – z.B. Wer wir sein sollen und wie wir leben sollen! – kann für den individuellen Wachstumsprozess eine entscheidende Rolle spielen.

+   Wir erkennen wie gesellschaftliche und historische Faktoren und der unbewusste Gebrauch von Privilegien, Macht und Rang zu Ausgrenzung und verinnerlichter Unterdrückung führen und so Einfluss auf unsere Gesundheit und unsere Selbstwahrnehmung haben.

+   Wir entdecken, wie Diversität (innere und äußere Vielfalt) unser Zusammenleben bereichern und unser Wohlbefinden fördern kann.

+   Die theoretischen Grundlagen werden anhand von Kurzvorträgen und vielen praktischen Übungen erarbeitet.

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an alle Menschen, Berater*innen, Therapeut*innen, Coaches und Teamleiter*innen, die verschiedene „Welten“ und Perspektiven zusammenbringen wollen, die persönliches Wachstum und professionelles Handeln als unabdingbar miteinander verbunden sehen und die einen bedeutsamen Beitrag in der Welt beisteuern möchten.

Wir arbeiten zusammen mit Menschen in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Die interprofessionelle Ausrichtung unserer Angebote gibt Ihnen die Möglichkeit, von den Erfahrungen und Kompetenzen der anderen Teilnehmer*innen zu profitieren.

 

Kursleitung: Team des Instituts für Prozessarbeit Deutschland
Kosten: 395 €1 / 450 €2 (umsatzsteuerbefreit) bei Buchung und Überweisung der Seminargebühr bis zum 02.10.2020, danach 435 €1 / 495 €2
Preise für Firmenkunden auf Anfrage.
Zeiten: Freitag und Samstag: 10:00-18:00, Sonntag: 10:00-16:00 Uhr (24 UE)

Anmeldung

 

1 Für Privatzahler ohne universitäre Ausbildung, wie z.B. Pflegekräfte, PhysiotherapeutInnen, Büroangestellte bzw. mit einem Brutto-Jahreseinkommen von bis zu 45.000 €.
2
Für Privatzahler mit Bachelor-Abschluss oder höher und Abschlüsse auf Meisterebene, wie z.B. PsychologInnen, SeelsorgerInnen, IngenieurInnen, ÄrztInnen, Coaches, Manager bzw. mit einem Brutto-Jahreseinkommen von mindestens 45.000 €.
Falls sie nicht wissen, welche Preiskategorie für Sie in Frage kommt oder weitere Infos benötigen, nehmen Sie bitte persönlich Kontakt mit uns auf.

Veranstaltungsort

Institut für Prozessarbeit Deutschland Seminarraum Wuppertal
Friedrich-Ebert-Str. 55
Wuppertal, Nordrhein-Westfalen 42103 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
4920242969700

 

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